WOYTONRoast inc.

rheinland
est. 1998

CRAKE VALLEY - UNSER DIRECT TRADE PARTNER IN ZIMBABWE

Wir haben unsere DirectTrade Partner aus Crake Valley / Zimbabwe besucht und würden Euch gerne die einzigartige Geschichte der Familie Brown Rosswell und der Crake Valley Farm erzählen.


Im Jahr 1963 übernimmt die Familie Brown Rosswell ein Landstück in Mutare / Zimbabwe direkt an der Grenze zu Mosambique und beschließt darauf Kaffee anzubauen. Damals, nur eine von 184 Kaffeefarmen, kämpften sie ums überleben und entwickelten sich über mehrere Jahre zu einer der qualitativ hochwertigsten Farmen in ganz Simbabwe. Die Fokussierung auf Qualität, statt auf Massenproduktion hat Crake Valley bis heute nicht verloren. Trotzdem muss die Farm, die heute von dem Sohn in zweiter Generation geführt wird, jeden Tag hoffen, dass die Regierung nicht das komplette Farmgebiet annektiert und an ehemalige hochrangige Armeemitglieder übergibt, die das Land nicht neu kultivieren, sondern verkommen lassen. Denn die Regierung hat sich bereits Teile der Farm überschreiben lassen und so der Familie Brown Rosswell 60 Tonnen Kaffee entzogen.

Dieses Schicksal hat insgesamt 180 Farmen getroffen und so kann sich Crake Valley glücklich zählen, zu einer der letzten 4 Kaffeefarmen in ganz Simbabwe zu zählen. Das haben sie nicht ihrer hohen Qualität und guten Exporten zu verdanken, sondern 30 Milchkühen, die dafür sorgen, dass die Farm in eine andere Kategorie fällt und so momentan unantastbar für die Regierung ist.

Früher als Kornkammer des Kontinents bekannt ist Simbabwe heute auf internationale Hilfe angewiesen.

Die Kaffeepflanzen wachsen in den Vumba Mountains in 1100 – 1300 Meter Höhe unter dem natürlichen Schatten einiger Bäume. Crake Valley legt großen Wert darauf, dass die natürliche Flora & Fauna erhalten bleibt und belässt deshalb mehr als 25% der gesamten Fläche als natürlichen Wald. Dieser bietet verschiedenen Pflanzen- und Tierarten natürlichen Lebensraum, die wiederum die Qualität des Kaffees verbessern. So picken die Vögel die faulen Kirschen weg und fressen eventuell für die Kaffeepflanze gefährliche Insekten. Für die Unterstützung des nachhaltigen Kaffeeanbaus in Zimbabwe wurde das Crake Valley Estate bereits 2002 mit dem Innovative Farm Management Award ausgezeichnet.

Wir bieten die gerösteten Bohnen sowohl als Single Origin Kaffee, als auch als Espresso oder Cortado an. Geschmacklich überzeugt der Zimbabwe Filterkaffe durch einen vollen Körper mit Geschmacksnuancen von Haselnuss und Johannisbeere.
Als Espresso weisst Noten von Weingummi und Toffee auf. Als Cortado erkennt man Kakaobohnen und Nussschokolade.

Ab jetzt im Online Shop verfügbar:

Zimbabwe Crake Valley Espresso
Zimbabwe Crake Valley Kaffee

MEINE TEEFAHRT DURCH SRI LANKA

Vielleicht wäre meine Geschichte ganz anders verlaufen, wäre da 1869 nicht „Hemileia Vastratrix“ im damaligen Ceylon aufgetaucht.
Dieser fiese Rostpilz hatte sich nämlich das Ziel gesetzt, die gesamten Kaffeeplanzen mit seiner gelblichen Färbung zu befallen und somit zu zerstören. Eine Katastrophe für die Kaffeeplantagen Besitzer. Die Rettung damals: James Taylor.
Der junge Schotte der 1852 als 16-jähriger nach Ceylon aufgebrochen war, arbeitete seitdem auf einer dieser Kaffeeplantagen. Aber auch er konnte den Niedergang unserer schwarzen Bohne nicht stoppen und so pflanzte Taylor 1867 in weiser Voraussicht die ersten Teebüsche auf Ceylon.
„Ceylon Tea“ war geboren!
Nun war ich also auf der Suche nach diesem berühmten Ceylon Tee. Jedoch wäre so eine Teefahrt ja langweilig ohne ein paar kleine und große Hindernisse.
Das größte dieser Hindernisse suchte ich mir direkt in der Nacht zuvor aus, bevor es ins Teeanbaugebiet „Nuwara Elyia“ gehen sollte.
Dieses Hindernis stand nun also vor mir und ragte durch die Wolken. Gesäumt mit einem Pfad aus ca. 5000 beleuchteten und nicht beleuchteten Treppenstufen, mit einer Höhe von 2243 Metern.
Der berühmteste Berg Sri Lankas und DIE Pilgerstätte der Buddhisten – Adams Peak.



Hatte ich mir da etwa zuviel zugetraut?
Mit dem Ziel um 6:13 Uhr in der Früh einer der spektakulärsten und berühmtesten Sonnenaufgänge der Welt zu verfolgen machte ich mich um Punkt Mitternacht also auf den Weg nach oben.
Unterschätzt hatte ich den guten alten Adams Peak, der schon so manchen Menschen viel Schweiß, Schmerz und sogar das Leben gekostet hatte. Doch nach 3 ½ Stunden Auf- und 2 ½ Stunden Abstieg (was übrigens eine sehr gute Zeit ist) hatte ich meine erste Hürde gemeistert und machte mich mit meinem Ortskundigen Begleiter Damitha auf den Weg ins Teeanbaugebiet Nuwara Eliya.
Die beiden nächsten Hindernisse waren im Verhältnis zum gerade erst bestiegenen Adams Peak eher klein. Ohne geschlafen zu haben machten wir uns auf die Suche nach einem Frühstück um die Kraftreserven wieder aufzufüllen.
Mein ortskundiger Fahrer und Begleiter hatte da anscheinend eine Idee – einheimischen Essen!
Von schmerzenden und krampfenden Beinen geplagt war mir eigentlich so jedes Essen der Welt lieb. Jedoch hatte sich anscheinend mein Gehirn während der vorhergehenden Strapazen komplett abgeschaltet, sonst wäre ich nämlich noch in der Lage gewesen mich daran zu erinnern was ich Wochen zuvor aus einem dieser Reiseführer in mich aufgesogen hatte:
„Die Küche Sir Lankas gilt als eine der schärfsten der Welt.“
Plötzlich konnte ich mich wieder erinnern so etwas gelesen zu haben. Es war zu spät…
Und so ging meine Teefahrt mit brennendem Mund, tränenden Augen und voller Vorfreude weiter.
Mit großer Erwartung ging es nun also weiter in Richtung Nuwara Eliya, dem Ziel meiner Reise. Nach kurzer Rücksprache mit meinem ortskundigen Begleiter, schlug er vor eine Abkürzung zu nehmen. Er hatte sich vorher genauestens informieren lassen und so stellten wir bereits nach kürzester Zeit mit Verwunderung fest, dass sich unsere Abkürzung gerade im Umbau befand.

Wir konnten uns nun also auf ca. 70 km Holperstrecke durch das Bergland Sri Lankas freuen. Da wir diese „Strasse“ natürlich nur mit äußerster Vorsicht und mit geringer Geschwindigkeit befahren konnten, blieb mir viel Zeit um das dortige Umfeld und die Vegetation auf mich wirken zu lassen. Teepflanzen soweit das Auge reicht.
Insgesamt drei Teeplantagen galt es zu besuchen, die ich bereits im Vorfeld ausgewählt hatte.
Da die Erste überhaupt gar nicht meinen Erwartungen und Vorstellungen entsprach, weil sie mir zu kommerziell erschien und meine moralischen Vorstellungen von fair gehandeltem Tee nicht teilte blieben als nur noch zwei im Rennen. Leider hatte die zweite Plantage, die mir übrigens sehr gefallen hat keinen lokalen Verkaufspunkt und so blieb nur noch die Letzte der drei übrig.
Alle guten Dinge sind wohl echt drei und so landete ich einen Volltreffer!
Pedro Estate mit seinen Plantage am Fuße des „Lovers Leap“ einem Wasserfall um den es so manche Mythen und Sagen gibt, war meine Ziellinie.



Was genau ich von dort mitgebracht habe könnt ihr ab sofort probieren. Da will ich nicht zuviel verraten…
Was ich aber sagen kann ist, dass er einer der faszinierendsten schwarzen Tees ist, die ich bislang getrunken habe.
Das meine Ziellinie Pedro Estate in Nuwara Eliya anscheinend nicht meine endgültige Ziellinie war, stellte sich erst am Zoll im Düsseldorfer Flughafen heraus. Dieses letzte kleine Hindernis meisterte ich aber am Ende dann auch noch und erklärte den sechs um mich herum versammelten Zollbeamten dann in Ruhe, dass die kleinen Päckchen, die sie auf dem Röntgengerät zur Gepäckkontrolle gesehen haben kein Rauschgift seien, sondern einfach nur leckerer goldiger Tee aus Sri Lanka.


Sebastian

DIRECT TRADE STATT SIEGEL

Die Idee sich auf Siegel zu einigen, um damit einen Mindeststandard zu gewährleisten ist ein wichtiger erster Schritt, birgt aber einige Schwierigkeiten und Probleme.
Zum einen ist der Markt momentan überschwemmt mit unzähligen Siegeln. Durch diese Flut und Unübersichtlichkeit der Siegel verlieren diese beim Konsumenten an Wert und Glaubwürdigkeit. Siegel werden oft schon verliehen, wenn nur ein gewisser Anteil der Produkte die Vorschriften erfüllt - Bei Rainforest Alliance sind es beispielsweise nur 20%.
Zum anderen müssen diese Siegel von den Produktionsstätten so teuer erkauft werden (mehrere tausend Euro pro Jahr), das kleine Produzenten keine Möglichkeit haben Siegel zu erhalten.
Es werden also prinzipiell einkommensschwache Produzenten ausgeschlossen, auch wenn sie die Mindestanforderungen erfüllen oder sogar übertreffen und oft auch qualitativ deutlich besser sind als die zertifizierten Farmen.
Deswegen haben wir uns bewusst dazu entschieden den nächsten Schritt zu gehen und auf jegliche kommerzielle Siegel zu verzichten.
Unsere Alternative ist DirectTrade. Bei der Wahl unserer DirectTrade Partner achten wir nicht auf Siegel oder Zertifikate, sondern schauen uns direkt vor Ort die Bedingungen, Menschen und Qualitäten an. Wir kennen sie persönlich, respektieren sie und vertrauen ihnen. Um eine solche Partnerschaft zu pflegen besuchen wir sie mehrmals im Jahr und stellen dabei sicher, dass unsere Ansprüche an Qualität und Nachhaltigkeit eingehalten werden.

Ökologische Nachhaltigkeit durch Anbaumethoden, die in Einklang mit der heimischen Flora und Fauna stehen und ohne Agrarchemie auskommen.
Ökonomische Nachhaltigkeit durch faire Preise, die weit über den Standard- und Fairtradepreisen liegen und direkt bei den Farmern ankommen, um deren persönlichen Einsatz für Qualität wert zu schätzen.
Soziale Nachhaltigkeit durch gerechte Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen zu denen auch die Unterbringung und medizinische Versorgung der Arbeiter und deren Angehörigen gehört.
Qualitative Nachhaltigkeit durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter und den bedingungslosen Fokus auf Geschmack und Aroma.
DirectTrade ermöglicht uns die Lieferantenkette komplett nach zu vollziehen und die Wertigkeit unserer Produkte ohne Siegel und Zertifikate anschaulich zu vermitteln.
Angefangen hat alles mit unseren Milchprodukten, die wir jetzt seit mehr als 10 Jahren direkt von Bauern aus der Region beziehen. Der nächste und aufwändigere Schritt war dann auch Teile unseres Rohkaffes für unsere Rösterei direkt bei den Kaffeefarmen einzukaufen.
Mittlerweile haben wir 5 DirectTrade Partner in Deutschland, Malawi, Panama, Simbabwe und Ost-Timor mit denen wir das ganze Jahr über in Kontakt stehen und die Zusammenarbeit vertiefen.
Für uns ist DirectTrade der einzig richtige Weg, um Qualität, Arbeits – und Sozialstandards, sowie Nachhaltigkeit für die gesamte Lieferkette langfristig zu gewährleisten. Denn nur durch die intensive Zusammenarbeit mit unseren DirectTrade Partner haben wir die Möglichkeit jeden Produktionsschritt nachzuvollziehen und nach unseren Ansprüchen zu gestalten, die immer höher sind als die der kommerziellen Siegel.

YELLOW CATUAI

Wir können einen neuen Single Varietal Kaffee in unserem Sortiment begrüßen, mit einer gesamt Ernte von 9 Kilo eine wahre Rarität: Der Yellow Catuai. Diese Gattung hat seinen Namen nicht ohne Grund, denn die reifen Kaffeekirschen sind nicht wie üblich tiefrot, sondern tiefgelb.

Seit mehreren Jahren wächst diese Gattung sehr nachhaltig zwischen Maispflanzen und unter den Schattenbäumen unseres langjährigen Partner Estates Satemwa in Malawi.
Trotz oder gerade wegen der geringen Ernte möchten wir den Geschmack dieser wunderbaren Bohne nicht verblenden, sondern besonders zelebrieren. Deswegen bieten wir den Yellow Catuai nur in zwei ausgewählten Shops (Düsseldorf: Marktplatz 12, Köln: Brüsslerstrasse) aus dem V60-Handfilter an. Natürlich nur solange der stark begrenzte Vorrat reicht und am liebsten schwarz ohne Zucker und/oder Milch.
Für kurze Zeit gibt es den Yellow Catuai auch im Online-Shop.
http://woytonroastinc.de/kaffee/malawi/

Geschmacklich überzeugt der Yellow Catuai durch eine würzige zimtähnliche Süße mit einem komplexen buttrigem Körper, der an Bourbon und Butterscotch erinnert.

MADZI NDI MOYO - Wasser ist Leben

8 Tage nach Baubeginn, fließt das erste Wasser durch den neuen Brunnen in Mwinjiliro Village! Wir haben die letzten Stunden bis zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit den Menschen des Dorfes verbracht. Die gemeinsame Zeit haben wir genutzt, um mit den Kids den neuen Fussball einzuweihen, mit den Frauen zu singen und zu tanzen und den Männer zu zeigen wie eine AeroPress funktioniert.

Bei den letzten Bauarbeiten hat das ganze Dorf noch einmal kräftig mit angepackt mit dem Ergebnis, dass im Licht der letzten Sonnenstrahlen das erste Wasser aus der gerade eben angebrachten Pumpe fließt. „Die Pumpe funktioniert sehr gut und das Dorf wird ab sofort das ganze Jahr über mit sauberem und sicherem Wasser versorgt sein.“ Sam (Bauleiter)
„Vielen Dank für eure Unterstützung der Entwicklung der Region. Wir haben ein sehr wichtiges Geschenk erhalten. Seit der Existenz des Dorfes hatten wir niemals sauberes Wasser. Dies war eins der am wenigsten entwickelten Dörfer und wir sind sehr dankbar für die Hilfe, die ihr uns gegeben habt. Für diese Kinder war es fast undenkbar Zugang zu sauberem und sicherem Wasser zu erhalten. Das ist eine sehr seltene Möglichkeit für uns ein solches Geschenk zu erhalten. Vor allem danken wir euch, dass ihr euer Versprechen wirklich gehalten habt und für einem weiteren Brunnen zurück gekommen seid. Vielen Dank!“ - Francis ( Leiter der Chimteka Grundschule & Community worker) „Vielen Dank ihr macht eine sehr gute Arbeit und helft den Ärmsten der Ärmsten. Danke!“ - Titi (Freund & Direktor des Sandi Rehabilitation Center’s)

Neuigkeiten aus Chimteka und Mwinjiliro

Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns auch ein Bild von unserem ersten Brunnen in Chimteka gemacht. Der Brunnen ist in einem sehr guten Zustand und die Auswirkungen sind großartig: Seitdem der Brunnen in Betrieb ist gab es keine Vorfälle von Diarrhoe (Durchfallerkrankungen) mehr, der Brunnen musste nicht einmal repariert werden und es kommt jederzeit genügend und sauberes Wasser heraus. Unseren Besuch haben wir als Anlass genommen auch ein paar Geschenke zu verteilen: Für die Mädchen haben wir Wasserfarbe, Pinsel und Blöcke mitgebracht, für die Jungs einen Fussball.

Auch in Mwinjiliro läuft alles optimal: Die 48 Meter tiefe Bohrung konnte nach nur einem Tag und somit zwei Tage früher als geplant fertig gestellt werden. Die Bauarbeiten des Abflusssystems laufen auf Hochtouren. „Die Bohrung war sehr gut. Wir haben keine großen Steine gefunden und sind deshalb schnell vorangekommen.“ - Sam Kamundi (Bauleiter) Die Frauen des Dorfes haben uns zu einem der hoffentlich letzten Gänge zu der alten Wasserstelle mitgenommen. Unter Gelächter haben wir uns auch mal als Wasserholer versucht.

KUMANGA MIJIGO - Die Bauarbeiten haben begonnen

Nur ein halbes Jahr nach der Fertigstellung des ersten Brunnens in Chimteka / Malawi kann durch eure Hilfe bereits der Bau des zweiten Brunnens in Mwinjiliro / Malawi beginnen.
Mit der Kamera und den Spenden im Gepäck haben wir uns also in eurem Namen wieder auf den Weg nach Malawi gemacht, um die gesamten Bauarbeiten zu begleiten und zu dokumentieren.
Am Flughafen von Lilongwe wurden wir herzlich von unserem Freund Titi Titus Mwanjabe in Empfang genommen und auf den aktuellen Stand gebracht.
Sam Kamudi, der altbekannte Bauunternehmer, hat bereits die Maschinen nach Mwinjiliro gebracht und die Bohrungen konnten wie geplant am Montag den 2. Juni beginnen.

Während die Bohrungen in vollem Gang sind werden wir in Mwinjiliro mit Tanz, Gesang und unbeschreiblich glücklichen Gesichtern begrüßt.
Ein Blick auf die alte Wasserquelle, die nach wie vor eher ein mit Wasser gefülltes Erdloch ist, zeigt uns nochmals wie wichtig das Projekt KUMANGA MIJIGO ist. So kann den Menschen von Mwinjiliro ein besseres und gesünderes Leben ermöglicht werden - ohne die ständige Sorge um Krankenheiten und mangelnde Hygiene.
In den Reden bedanken sich die Dorfältesten für die großartige Unterstützung aus Deutschland und erklären, dass eine neue Zeit für das Dorf beginnt. Titi betont nochmals die Bedeutung von sauberem und frischem Wasser: „Sauberes Wasser ist Leben für alle.“
Auch die Dorfgemeinde bringt sich aktiv in den Brunnenbau ein: Sie bereiten Ziegelsteine für das Abflusssystem vor und wählen einen Vorsitzenden für das Brunnenkomitee, das sich zukünftig um die langfristige Instandhaltung des Brunnen kümmern wird.

„Die T-Shirts sind ein Zeichen dafür, dass diese Kinder nun sauberes und sicheres Wasser trinken.“ - Francis (Leiter der Chimteka Grundschule & Community worker)

4 TEE SPEZIALITAETEN - DIRECT TRADE AUS MALAWI

Seit 2011 ist das Satemwa Estate in Malawi unser DirectTrade Partner für Kaffee, Cascara und Tee.
Das Satemwa Estate investiert viel in Schulung und Training, um die hohen Qualitätsstandards zu gewährleisten. Es unterhält ein eigenes kleines Hospital für seine Mitarbeiter und deren Angehörigen und betreibt eine Schule für 900 Schüler. Damit ist es ein wesentlicher Baustein für die Entwicklung der Region.
Zwischen Simbabwe und Mosambique gelegen werden hier seit 1923 verschiedene Kaffee- und Teesorten auf kleinen Flächen mit viel Sorgfalt angebaut. Die Familie Kay, die das Estate im Jahr 1934 übernommen hat, verbessert stetig mit großer Ideenfreude die Anbau- und Aufbereitungsmethoden der verschiedenen Tee- und Kaffeesorten.
Unsere DirectTrade Partner bauen den Tee und Kaffee in Einklang mit der heimischen Flora & Fauna an und nutzen die Eigenschaften der natürlichen Vegetation zur Verbesserung der Anbauqualität und können so auf den Einsatz von Agrarchemie verzichten.

Über die Jahrzehnte hat sich so eine einzigartige Auswahl an verschiedenen Tee Raritäten entwickelt. Aus der großen Auswahl an grünen, schwarzen und weißen Tees, die auf dem Estate wachsen haben wir für euch nur die Spezialitäten rausgesucht.
Der schwarzen Tee Bvumbwe hand made sorgt durch seine natürlich Süße und ein angenehmes Mundgefühl für Begeisterung. Die handgepflückten Teeblätter der sehr seltenen Teepflanzen-Varietät werden noch vor dem Trocknen in Handarbeit zusammengerollt.

Der grüne Tee Green Thyolo OPI wird sorgsam in Handarbeit gepflückt und zum trocknen ausgelegt und erinnert sowohl vom Geruch als auch vom Geschmack an dunkle Schokolade und getrocknete Früchte.

Der weiße Tee White Peony hat besonders großes Blätter, die nach dem Pflücken solange getrocknet werden bis sie die typischen Herbstfarben annehmen.

Besonders der weiße Tee White Zomba Pearls gilt als Spezialität. Die handgepflückten Teeblätter werden innerhalb von 24 Stunden per Hand zu Perlen zusammengerollt und zum trocknen ausgelegt.

Diese vier Tee Spezialitäten könnt ihr ab sofort in ausgewählten Shops probieren oder im OnlineShop für zu Hause bestellen.

www.woytonroastinc.de/category/tee-2/

WELCHEN KAFFEE TRINKST DU?

Der Unterschied zwischen einem Kaffee, der industriell in großen Röstöfen in kürzester Zeit geröstet wird und einem Kaffee, der handwerklich in kleinen Trommeln über einen längeren Zeitraum schonend geröstet wird schmeckt man, sieht man und riecht man.

Um den Gewinn zu maximieren werden bei dem industriellen Röstvorgang bis zu 500 kg Plantagenkaffee gleichzeitig innerhalb von 2 – 7 Minuten bei extrem hohen Temperaturen zwischen 400°C und 800°C per Heißluftröstverfahren schock geröstet. In dieser kurzen Zeit nehmen die Kaffeebohnen zwar von außen die typische braune Färbung an, aber im Inneren sind sie noch nicht fertig. Das hat zur Folge, dass die magenunverträgliche Chlorogensäure bei der Röstung nicht zerstört wird. Durch die extrem hohen Temperaturen werden die feinen Aromen der Kaffeebohne zerstört und verbrannte Röstaromen legen sich über das komplexe Geschmacksbild.

Durch die kurze Röstzeit und den extrem hohen Temperaturen schmeckt jeder Industriekaffee bitter und unvollendet.

Für uns und unsere Rösterei steht dagegen die Maximierung der Qualität im Vordergrund, die maßgeblich von der Röstung beeinflusst wird. In unserem Probat-Trommelröster wird der Rohkaffee je nach Charge zwischen 200°C und maximal 225°C über einen Zeitraum von 14 – 18 Minuten schonend geröstet. Durch den längeren Röstvorgang bei niedriger Temperatur können sich die feinen Säuren und Aromen des Kaffees vollständig entwickeln und die magenunverträgliche Chlorogensäure wird zerstört. Die Trommel wird direkt durch Gasflammen beheizt und so kann unser Röster die Temperatur und die Röstzeit individuell auf die verschiedenen Eigenschaften der Kaffees abstimmen.

Durch die längere und individuell angepasste Röstung bei niedriger Temperatur sind unsere Kaffees nicht bitter und weisen ein großes Spektrum an verschiedenen und feinen Aromen von Lakritz bis Granatapfel auf.

Also welchen Kaffee trinkst du? Du hast die Wahl.

WASSER MACHT GLUECKLICH

Das Dorf Chimteka hatte uns überzeugt und die Planungen für den Brunnenbau liefen auf Hochtouren. Titi Titus Mwanjabe organisierte vor Ort die Vorbereitungen für das Projekt. Er machte uns bekannt mit dem Bauunternehmer Sam Kamundi, der uns auch zeitnah per Email den Kostenvoranschlag und den geplanten Ablaufplan zukommen lies.

Erste Planungsentwürfe

Als Zeitrahmen für die Realisierung des Projektes wurde der November – der letzte Monat der Trockenzeit – festgelegt. Also machten wir uns Anfang November wieder auf den Weg nach Malawi.

Am Ankunftsabend lud uns Titi zu einem gemeinsamen Essen mit Sam ein, um die letzten Details zu besprechen. Der reine Bau des Brunnen mit Bohrung, Verlegung der Rohre und Installation der Pumpe sollte laut Plan 10 Tage dauern – ein ehrgeiziges Ziel, das wir unbedingt erreichen wollten.

Am nächsten Tag fuhren wir gemeinsam nach Chimteka, um uns mit einem Geologen zu treffen, der den optimalen Punkt für die Bohrung ermitteln sollte. Das Ziel der Messungen war es eine Grundwasserquelle zu finden, die auch am Ende der Trockenzeit noch mit frischem und klarem Wasser gefüllt ist. Die geeignete Quelle befand sich nicht weit vom Dorf entfernt, aber 54 Meter tief unter der Erde. Noch am selben Tag begann die Bohrung, die wie geplant 2 Tage dauerte.

Nach der Bohrung mit einem speziallen Bohrer wurden dann das Hauptrohr verlegt und der Schacht mit Gravel ausgebessert.

Die Dorfgemeinde, die versprochen hatte sich aktiv in den Brunnenbau mit einzubringen übernahm die Bauarbeiten des Ablaufsystems. Ein Ablaufsystem für den Brunnen ist für die hygienische Nutzung unabdingbar, es vermeidet, dass sich Pfützen um den Brunnen bilden in denen die malariaübertragenden Mücken leben. Die Ziegelsteine, die den sogenannten soakway begrenzen, hat das Dorf in Handarbeit selber hergestellt und verlegt.


Das Wasserablaufsystem wird vom Dorf gebaut

6 Tage nach Baubeginn und nachdem sich die erste Aufregung im Dorf gelegt hatte, begannen die Hygieneschulungen. Der community worker Dan erklärte den Menschen wie man verantwortungsvoll mit Wasser umgeht.

Zusätzlich wurde ein Brunnen-Komittee gewählt, das sich um die Instandhaltung und Pflege des Brunnen kümmert. Das Komitee setzt sich aus 3 Frauen und 2 Männern zusammen und erhielt eine Extraschulung zur Instandhaltung des fertigen Brunnens.

Nach 10 Tagen harter Arbeit war es vollbracht der Brunnenbau ist abgeschlossen!

Jetzt haben 800 Menschen das ganze Jahr über Zugang zu sauberem und frischem Trinkwasser. Für 800 Menschen hat sich die Lebenssituation deutlich verbessert. 800 Menschen sind glücklich!

Mit eurer Hilfe können wir auch den Menschen in Mchinji das ganze Jahr über Zugang zu sauberem und frischem Trinkwasser ermöglichen. Mit eurer Hilfe können wir die Lebenssituation der Menschen deutlich verbessern. Mit eurer Hilfe können wir Menschen glücklich machen!

Hier spenden: www.betterplace.org/de/p16797